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 Simon Berkemeyer (Dortmund), Tobias Ressemann (Waltrop), Julius Wagner (Dortmund), Henning Sprossmann (ETuF) (v.l.n.r.)-Lokal Sport Essen Detlev Seyb

09.09. Henning Sprossmann sichert sich EM-Titel

In Kruszwica wurden am vergangenen Wochenende die ersten U23 Europameisterschaften im Rudern ausgetragen. 30 Nationen hatten zur Premiere den Weg in den Osten von Polen an diese herrliche Naturstrecke gefunden. Mit Henning Sprossmann, Lasse Grimmer (beide ETuF) und Darius Drenker (Kettwiger RG) wurden drei Essener Ruderer von Bundestrainerin Brigitte Bielig in den Kader des Deutschen Ruderverbandes berufen.

Mit Oliver Kampmeier (ETuF) und Boris Orlowski (Kettwiger RG) kamen zudem zwei Bootstrainer aus Essen zum Einsatz. Während bei der Anreise am Donnerstag noch 26 Grad und Sonnenschein vorherrschte, kippte das Wetter über die Nacht zum Freitag und die Athleten hatten während der Rennen mit Regen, Wind und Temperaturen um die 14 Grad zu kämpfen.

Der erst 19 Jährige Henning Sprossmann (ETuF) war der Schlagmann des Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann. Gemeinsam mit Simon Berkemeyer, Julius Wagner (beide Dortmund) und Tobias Ressemann (Waltrop) schob sich das Quartett im Finale am Sonntag zu Beginn des Rennens an die Spitze des Feldes. Mittlerweile hatte zumindest der Wind etwas nachgelassen. Kurz vor Streckenhälfte an der 1.000 Metermarke griff die Mannschaft aus der Urkaine an und passierte die DRV-Crew. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung kämpfte sich das deutsche Boot aber wieder heran.  Ein unwiderstehlicher Zwischenspurt an der 1.250 Metermarke brachte für die Jungs von Trainer Oliver Kampmeier die frühzeitige Entscheidung. Hier konnten sie sich durch 20 harte Schläge mit mehr als einer Bootslänge absetzen. Die Ukraine musste abreißen lassen und kam mit einem Rückstand von 5,31 Sekunden auf dem Silberrang ins Ziel. Bronze ging an das Boot aus Österreich. Riesen groß war der Jubel bei der noch sehr jungen Mannschaft über den völlig überraschenden globalen Titel in dieser Bootsklasse. Alle vier Athleten sind national schon hoch dekoriert, waren aber zum ersten Mal für Deutschland am Start, da es im Juniorenbereich keine Europa- oder Weltmeisterschaften für Leichtgewichte gibt.

Für den ebenfalls 19 Jährigen Darius Drenker (Kettwiger RG) kam die Nominierung völlig überraschend. Gemeinsam mit dem Limburger Nils Krause sollte er im Leichtgewichts-Doppelzweier an den Start gehen. In dieser Kombination hatte das Team bis dato keine Rennen bestritten. Gute Trainingsergebnisse ließen aber im Hinblick auf die EM hoffen. Für das Finale reichte es in dieser olympischen Bootsklasse letztlich noch nicht. Mit eine kämpferisch einwandfreien Leistung gelang es aber das B-Finale vor den Booten aus Norwegen und Österreich zu gewinnen, welches in der Endabrechnung Platz sieben bedeutete. Bootstrainer Boris Orlowski zeigte sich hochzufrieden mit dieser Leistung!

Der dritte Essener Ruderer im Bunde war Lasse Grimmer (ETuF) der gemeinsam mit dem Krefelder Konstantin Nowitzki im Doppelzweier an den Start ging. Das Duo hatte schon in der Vorbereitung mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und kam nie so richtig in Schwung. Dies zog sich auch in den Tagen der EM fort. Am Ende landeten sie auf dem 8. Rang.

Am frühen Montagmorgen gegen 3 Uhr erreichte der Essener Tross nach 900 km wieder den Baldeneysee. Das Fazit für des Teams aus dem Bundesstützpunkt-Nachwuchs Essen: „Die Teilnahme hat sich trotz der Strapazen geloht und es war eine tolle EM!“

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